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Socrates 2.0: Interventionsstudie zur Förderung dialogischer Klassengespräche

Lehrpersonengeleitete Klassengespräche stellen aus allgemeindidaktischer und fachdidaktischer Perspektive besondere Lerngelegenheiten dar: Kompetent orchestriert und dialogisch geführt, fördern sie nicht nur das fachliche Lernen, sondern auch zentrale überfachliche Kompetenzen wie die Gesprächskompetenzen der Lernenden. Trotz theoretisch und empirischer Erkenntnisse, die das Potenzial von dialogischen Klassengesprächen belegen, dominieren in der Praxis immer noch Gesprächsformen, die den Lernenden wenig Partizipationsmöglichkeiten zugestehen. Dies hängt u.a. mit der anspruchsvollen und anforderungsreichen dialogischen Gesprächsführung und -teilnahme zusammen. Im Rahmen der Interventionsstudie Socrates 2.0 wurde ein Fortbildungsprogramm (Projektteam: C. Pauli & K. Reusser [Leitung], M. Moser, A. Wischgoll, M. Zimmermann) mit dem Ziel konzipiert, das Gesprächsführungsverhalten von Lehrpersonen sowie die Qualität ihrer fachlichen Gespräche im Mathematik- und Geschichtsunterricht in Richtung dialogischer und fachdidaktisch gehaltvoller Klassengespräche weiterzuentwickeln.

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Miriam Moser & Christine Pauli, 27.5.2021

Sind Tests bzw. Testaufgaben in der Lage, Effekte von Unterricht zu erfassen?

Die Instruktionssensitivität von Tests oder Testaufgaben stellt ein wichtiges Validitätskriterium dar und erfasst, ob Tests oder Testaufgaben in der Lage sind, Effekte von Schule und/oder Unterricht zu erfassen. Instruktionssensitivität ist immer dann vorauszusetzen, wenn basierend auf Daten aus Schulleistungstests Rückschlüsse über die Schule oder den Unterricht gezogen werden sollen (z.B. für testdatenbasierte Schul- und Unterrichtsentwicklung). In der aktuellen Praxis findet das Konzept der Instruktionssensitivität allerdings wenig Berücksichtigung, was u.a. auf den geringen Bekanntheitsgrad und die aufwendigen und komplexen Methoden zur Überprüfung des Kriteriums zurückzuführen ist. Im Rahmen des COINS-Projekts werden neue Ansätze und Verfahren erprobt, um die Überprüfung und Sicherstellung der Instruktionssensitivität anwendungsfreundlicher und ökonomischer zu gestalten.

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Stephanie Musow, 30.4.2021

EKIS: Agenten-basierte Klassensimulationen

Es gibt verschiedene Studien (z.B. Cambourne, 2003; Groundwater-Smith, 1996), die zeigen, dass die besten Trainingserfolge in Bezug auf Klassenführung dann gegeben sind, wenn angehende Lehrpersonen sehr viel Zeit im Klassenzimmer verbringen können und auch in komplexe Entscheidungs- und Klassenführungsprozesse eingebunden sind. Im Kontext von Schulpraktika ist dies aber oft nicht möglich. Typischerweise beziehen sich die Tätigkeiten hier eher auf pädagogische Handlungen und die Gestaltung von Unterrichtseinheiten als auf das Verhalten der Schülerinnen und Schüler und das Funktionieren der Klassensituation (z.B. Ramsey, 2000; Roache & Lewis, 2011). Gleichzeitig wird die Anwendung von Computersimulationen in den Sozialwissenschaften immer populärer und wichtiger und sie ergänzen traditionelle Forschungsmethoden. Computersimulationen können eine neue Dimension in die Diagnostik und das Training von Lehrpersonen bringen, besonders wenn es um komplexe, schwer fassbare Konstrukte geht, wie der Klassenführung.

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Michael Kickmeier-Rust, 22.5.2021
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